Nationalpark

Die Gebirgskette der Pyrenäen bildet an ihrem östlichen Ende eine ca. 10 km lange Halbinsel im Mittelmeer, das Cap de Creus. Diese Halbinsel liegt nur wenige Kilometer südlich der Spanisch-Französischen Grenze und schließt mit El Port de la Selva im Norden sowie Cadaqués und Port Lligat auf ihrer südlichen Seite drei sehr schöne Ortschaften ein. Cap de Creus ist aber nicht nur der Name dieser Halbinsel, sondern vor allem des Kaps, Spaniens östlichster Punkt. Seit 1998 ist es ebenfalls der Name des Naturparks auf der gleichnamigen Halbinsel, welches 139 km² zu Land und zu Wasser umfasst.

Auf dem ersten Blick wirkt das Cap de Creus oft vegetationsarm, es verfügt jedoch über eine reichhaltige Flora und Fauna zu Land und zu Wasser. Zwar wachsen hier, abgesehen von Aleppo-Kiefern, Kork- und Steineichen, nur wenige Bäume, in einigen Tälern gedeihen auch Gattungen der Eschen, Erlen und Weiden, aber beinahe die gesamte Fläche der Halbinsel ist mit Mastixsträucher, Wacholder, Heidekraut und Zistrosen bedeckt. Unter den am Cap de Creus lebenden Tierarten sind Reptilien und Vögel am meisten vertreten. Viele der hier heimischen See- und Raubvögel sind vom Aussterben bedroht und werden von Umweltschutzorganisationen betreut. Mondfische verweilen im Frühjahr küstennah an der Wasseroberfläche, zur gleichen Zeit sowie im Herbst ziehen Delfine vorbei. Unter Wasser, wo sich die felsige Landschaft des Kaps mit zahlreichen Canyons und Überhängen fortsetzt, wachsen Gorgonien und zum Teil auch noch die Rote Koralle (Corallium Rubrum). Seit der Deklarierung zum Naturpark 1998 hat sich der Fischbestand sichtbar erholt, so dass sich hier u.a. Zackenbarsche, Barrakudas, sowie unterschiedliche Kopffüßler, Schnecken und Würmer angesiedelt haben.